Reihen-Rezension: Legend – Dystopie mit starken Charakteren und einem einnehmenden Setting

„He is beautiful. Inside and out.
He is silver lining in a world of darkness.
He is my light.

June (Marie Lu) – Legend

Hallo ihr Lieben,

wie geht es euch heute? Ich habe vorgestern den letzten Band der Legend-Reihe beendet und ich finde die Reihe verdient auf jeden Fall einen Blog Beitrag! Die Kurzversion und mein Rating findet ihr auf Instagram bei @booklovetoday_blog, ansonten kommt jetzt meine gesamte, ausführliche Rezension zu der Reihe.

Klappentext Legend – Fallender Himmel

Eine Welt der Unterdrückung. Rachegefühle, die durch falsche Anschuldigungen genährt werden. Und Hass, dem eine grenzenlose Liebe entgegentritt. Dies ist die Geschichte von Day und June. Getrennt sind sie erbitterte Gegner, aber zusammen sind sie eine Legende!

Der unbändige Wunsch nach Rache führt June auf Days Spur. Sie, ausgebildet zum Aufspüren und Töten von Regimegegnern, erschleicht sich sein Vertrauen.
Doch Day, der meistgesuchte Verbrecher der Republik, erweist sich als loyal und selbstlos – angetrieben von einem unerschütterlichen Gerechtigkeitssinn. June beginnt, die Welt durch seine Augen zu sehen. Ist Day tatsächlich der Mörder ihres Bruders?
Fast zu spät erkennt June, dass sie nur eine Spielfigur in einem perfiden, verräterischen Plan ist.

Quelle: Loewe-Verlag

Meine Meinung

Okay, ich muss sagen, ich weiß gerade nicht so genau, wie ich anfangen soll.
Ich hatte am Anfang wirklich total Angst, dass ich komplett von der Reihe enttäuscht werde, einfach weil ich bis dahin eigentlich nur Positives gelesen hatte und normalerweise die Hände von solchen „gehypten“ Büchern lasse, meistens kommt da nichts Gutes bei raus, einfach weil die Erwartungen so hoch sind. Legend hat diese Sorgen aber Gott sei Dank relativ schnell vom Tisch gefegt. Auf den ersten 50 Seiten war ich noch sehr skeptisch, einfach weil es nicht so war wie ich es erwartet hatte, aber ab dem ersten Treffen von June und Day und sobald ich in den Schreibstil rein gekommen war, fand die Reihe echt mega.
Und jetzt habe ich zwei Gläser geöffnet – Charaktere/Beziehung und Schreibstil. Na super…😅 Ich versuche das einfach mal zu verbinden (ihr merkt dieser post ist etwas ungeordnet, einfach weil ich schnell alles aufschreiben will, was mir gerade durch den Kopf fliegt, da müsst ihr also durch.). Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Day und June erzählt, wobei das in der Geschichte auch besonders wichtig war, einfach weil die beiden so verschiedene Leben führen. Etwas, was ich bei Legend sehr beeindruckend fand, war, dass die Autorin es geschafft hat, auch tatsächlich ein wenig ihren Schreibstil je nach Perspektive zu wechseln, sodass die Charaktere noch besser beschrieben wurden. Bei June zum Beispiel merkt man sehr schnell, dass sie sehr schlau ist, dadurch, dass sie immer alles berechnet, aber auch dadurch, dass die Autorin bei ihr viel mit Einschiebungen durch Klammern gearbeitet hat, sodass es wirkte, als wäre man tatsächlich Teil ihres Gedankengangs und diese eingeklammerten Sätze oder Wörter tatsächlich Gedanken, die in ihrem Hinterkopf umherschwirren.
Grundsätzlich sind die Charaktere in der Reihe sehr detailreich und genau ausgearbeitet. Sie haben ihre eigenen Sprechweisen und auch Denkweisen (wie bei June beschrieben) und ihr Handeln passt immer zu dem Bild, dass man zu dem Charakter vor Augen hat und von welchen Werten man denkt, dass sie die Person vertritt. Auch die Nebencharaktere haben ihre ganz eigenen Persönlichkeiten und die Autorin schafft es, dass man sogar mit diesen trauert, Angst um sie hat und einfach mit ihnen fühlt. Ich hatte einfach durchgängig Angst, dass jemand sterben wird, und ich würde sagen, das ist ein gutes Zeichen (also für den Schreibstil nicht für die Charaktere und mein Herz😂 ). Dennoch denke ich, fehlt es der Reihe ein wenig an starken Nebencharakteren wie in Tog zum Beispiel Aedion, Lysandra etc oder in Acotar Cassian, Azrial, Mor etc. Ja, man hat mit ihnen gefühlt, aber es gab einfach nicht so viele, die ich wirklich geliebt habe. Was ich ebenfalls total schön fand, waren die Setting-Beschreibungen am Anfang jedes Kapitels. Dort wurde manchmal die Temperatur, die genaue Uhrzeit oder auch die Anzahl an Stunden, die seit einem, den Charakter prägenden, Moment vergangen sind. Das fand ich einfach mega schön, einfach weil es auch wieder so minimalistisch war und die Geschichte nochmal realer wirken lies.
Was ich auch immer entscheidend für eine gute Dystopie finde, ist das Setting. Wenn das Setting und die Geschichte, wie die Welt so geworden ist, wie sie in dieser Zukunftsversion ist, nicht stimmt, dann wird die gesamte Handlung meiner Meinung nach beeinträchtigt. Und, hallelujah, ist das Setting und die Backstory von Legend geil! Wie ja schon im Klappentext beschrieben spielt die Reihe hauptsächlich in der Republik, einem Teil der ehemaligen Vereinigten Staaten von Amerika. Ich will gar nicht auf alle Aspekte dieser Welt der Zukunft eingehen, aber ich fand es einfach toll, wie die Autorin sich für die Länder so viel Mühe gegeben hat, um sie sich unterscheiden zu lassen. Alle sind verschieden, am meisten die diktatorische Republik und die Kolonien, wo das ganze Land von 5 Unternehmen geführt wird, in denen jeder Bürger arbeitet und das eher kommunistisch angelegt ist. Die gesamte Welt in Legend hat Marie Lu halt einmal umgedreht – nicht wortwörtlich gemeint – und das fand ich total cool. Besonders in Band 3 geht die Autorin auf die Großmächte in der Welt von Legend – Afrika und die Antarktis – ein, auch ein Grund weshalb mir dieser Band am beste gefallen hat.😉Was ich irgendwie ein wenig erschreckend fand war, dass ihre Beschreibung, wie aus dem Amerika aus unserer Zeit die Republik und die Kolonien wurden, irgendwie auf die jetzige Situation in Amerika gepasst hat. Fand ich echt krass und hat mich nochmal viel mehr in die Geschichte rein gezogen.
Was das Thema Spannung angeht finde ich, dass die Autorin sich wirklich gesteigert hat. In Band eins wurde ich noch nicht soo mitgerissen, aber ab Band zwei war es wirklich schwer das Buch wieder aus der Hand zu legen (was ich auch nur gemacht habe, weil ich die Reihe in einem Buddyread gelesen habe😅).

Ich glaube es ist deutlich geworden, dass ich die Reihe wirklich liebe, jedes Buch der Reihe ist für mich ein 5-Sterne Buch. Dennoch muss ich sagen, dass es sich nicht um eine meiner Lieblingsreihen handelt. Band 1 war für mich dafür ein wenig zu langweilig und grundsätzlich haben mich Acotar, Lux-Reihe etc. einfach mehr für sich eingenommen. Ich kann gar nicht genau benennen, wieso Legend es nicht geschafft hat eine Lieblingsreihe zu werden, vielleicht liegt es wirklich an dem Mangel an guten Nebencharakteren. Trotzdem gibt es von mir eine große Leseempfehlung! Lasst euch dieses Setting und Day und June nicht entgehen!

Des Weiteren wollte ich noch sagen, dass ich das Gefühl habe, in letzter Zeit ein kleines bisschen diesen Blog vernachlässigt zu haben. Das soll sich jetzt ändern. Ich versuche jetzt mal wieder wirklich zu jedem Buch, das ich lese, eine Rezension zu verfassen und hier hochzuladen. Ich habe vergessen, wie viel Spaß mir das Schreiben hier macht. Besonders das Schreiben dieses Posts hat mir so viel Spaß gemacht, einfach mal alles niederzuschreiben und über die eigene Leseerfahrung nachzudenken… Ich hoffe wir sehen uns hier also ab jetzt wieder häufiger😊❤

Eure Elena

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